Körpersprache in Werbung und Verkauf

Dass wir durch unsere Körpersprache der Außenwelt viele Informationen preisgeben, ist bereits bekannt. Auch Unternehmen nutzen die nonverbale Kommunikation, um den Vertrieb anzukurbeln. Im Verkaufsgespräch kann ein guter Verkäufer durch sorgfältige Beobachtung und Interpretation der Körpersprache des potentiellen Kunden eine optimale Beziehungsebene aufbauen. Mittels Gestik und Mimik legen wir einen Teil unserer Persönlichkeit offen und vermitteln unbewusst viele Botschaften. Durch die Orientierung an nonverbalen Signalen kann der Mitarbeiter oder Unternehmer eine Strategie für das Verkaufsgespräch entwickeln. Die Kunden zeigen durch zustimmende oder ablehnende Körperhaltung in den einzelnen Gesprächsphasen, ob bzw. wie weit das Kaufbedürfnis bereits geweckt wurde oder ob kaufhemmende Vorbehalte noch beseitigt werden müssen.

 

Körpersprache des Kunden

Verlegenheitsgesten: Der Kunde ist dem Kauf nicht abgeneigt, braucht aber noch zusätzliche Informationen oder möchte noch darüber nachdenken.

Fehlender Blickkontakt: Dies ist der Hinweis, dass die Entscheidung den Kauf abzulehnen, bereits getroffen ist, der Kunde den Verkäufer jedoch nicht damit konfrontieren möchte.

Körpersprache des Verkäufers

Um überzeugend, kompetent und selbstsicher rüber zu kommen, sind eine klare Stimme, die Zuwendung des Kopfes und eine offene Armhaltung von großer Bedeutung. Blickkontakt und ein Lächeln schaffen Vertrautheit.

 

Stimmt jedoch die Chemie zwischen dem Kunden und dem Verkäufer nicht, sollte man ein aufgesetztes Lächeln vermeiden, denn das wird schnell enttarnt. Die Sympathie ist bei einem Verkaufsgespräch generell sehr wichtig und kann beim möglichen Kauf entscheidend sein. Durch aufmerksame Beobachtung erfährt man einiges über die augenblickliche Befindlichkeit und den Gemütszustand seines Gesprächspartners. Da viele Gesten mehrdeutig sind und falsch verstanden werden, sobald sie aus dem Zusammenhang gerissen sind, ist das Zusammenspiel der Einzelreaktionen für die richtige Interpretation wichtig. Menschen versuchen jedoch auch ihre Körpersprache gezielt einzusetzen, um den Gesprächspartner zu täuschen. Dabei sollte man auf spontane Reaktionen und Emotionen achten, denn diese sind meist nicht kontrollierbar.

Nicht nur beim direkten Verkauf, sondern auch schon einige Schritte davor, bei der Werbung, setzen Unternehmen auf die Körpersprache. In Fernsehwerbespots und Plakaten strahlen uns die Menschen meist entgegen. Die lachenden, fröhlichen Gesichter sollen sich positiv auf ein Produkt oder eine Marke auswirken. Die Körpersprache unterstützt die Werbebotschaft, denn ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Die Botschaft der nonverbalen Kommunikation in der Werbung muss natürlich zum Produkt passen: Frauen bewegen sich locker und beschwingt bei Fastendrinks oder fühlen sich lebendig bei duftenden Duschgels. Männer zeigen erotische Blicke bei Parfum und strahlen Kraft in Autowerbungen aus. Oft werden in der Werbung auch fröhliche Familien mit Kindern, die sich liebevoll umarmen oder verliebte Pärchen, die sich romantisch in die Augen sehen, gezeigt. Emotionen und Werte (wie Liebe, Familie, Vertrauen, Glück, Tradition etc.)  sollen auf das Produkt übertragen werden.

Aber wenn wir uns mal überlegen…wer von uns strahlt schon vor Glück, nur wegen einer gut duftenden Bodylotion?

 

 

(Aufgrund der einfacheren Lesbarkeit wird die männliche Form für beide Geschlechter verwendet.)

Geschrieben von Christina Michalka

 

Quellen

Science ORF. (03. 06 2006). Abgerufen am 15. 11 2015 von http://sciencev1.orf.at/science/news/143926

Wirtschaftslexikon . (2015). Abgerufen am 15.11.2015 von http://www.wirtschaftslexikon24.com/d/koerpersprache/koerpersprache.htm

Wirtschaftslexikon . (2015). Abgerufen am 15.11.2015 von http://www.wirtschaftslexikon24.com/e/erlebnisbetonte-werbung/erlebnisbetonte-werbung.htm

 

Bildnachweis

Frankfurt Airport. (2015). Abgerufen am 15. 11 2015 von http://www.frankfurt-airport.de/content/frankfurt_airport/de/einkaufen_erleben/specials/neueroeffnungen-am-airport.html

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Körpersprache – Coaching

Wir haben uns nun in diesem Blog schon viel mit dem Thema „Körpersprache“ befasst, zum Beispiel was sich aus dem Blickverhalten deuten lässt, wie man sein Gegenüber mit Körpersprache manipulieren kann, was man mit seiner Stimme und Stimmlage bewirken kann und vieles mehr. Doch mich hat ein Thema schon von Anfang an brennend interessiert, seit ich begonnen habe mich mit dem Thema auseinander zu setzen. Und zwar, gibt es irgendeine Möglichkeit sich Körpersprache effektiv anzueignen? Wenn ja, wie wird Körpersprache erlernt? Ich hatte früher einmal wöchentlich Gitarrenunterricht… Gibt es so etwas in der Art auch fürs Erlernen der Nonverbalen Kommunikation? Ich habe mich nun an meinen Laptop gesetzt und angefangen  zu recherchieren und bin zu interessanten Erkenntnissen gekommen.

Anfangs wollte ich herausfinden, was so ein Trainer der Körpersprache für Kompetenzen braucht und was er tatsächlich bewirkt. Diese Coaches sollen angeblich die soziale Kompetenz von MitarbeiterInnen in Firmen stärken und helfen, Menschen besser einschätzen zu können und sie sollen auch zur Verbesserung der Verhandlungsfähigkeit, des Auftretens und der Interaktion beitragen. Zu ihren Kompetenzen zählen an erster Stelle natürlich eine gute Menschenkenntnis und Menschenführung u.a…

Die Arbeit von Monika Matschnig

Diese Informationen haben mich neugierig gemacht und ich habe begonnen gezielt über Körpersprache Coaches zu recherchieren. Gleich zu Beginn ist mir ein Name ganz besonders ins Auge gestochen: Monika Matschnig. Sie ist eine renommierte Expertin für Körpersprache und Wirkungskompetenz, spezialisiert auf Führungskräfte, Manager und Politiker. Es wurde auch schon viel über sie in den Medien berichtet, zum Beispiel gab es Fernsehbeiträge auf ARD und Pro7 über ihre Arbeit. Matschnig war Leistungssportlerin, ist diplomierte Psychologin, internationaler Keynote-Speaker und seit mehr als 15 Jahren selbstständige Trainerin. Sie wird auf ihrer Homepage (www.matschnig.com) als eine dynamische, humorvolle und inspirierende Vortragsrednerin bezeichnet und scheint bei ihren Kunden, zu denen bekannte Firmen wie u.a. BMW und Lufthansa zählen, äußerste Beliebtheit zu genießen.

Doch wie sieht die Arbeit solch einer renommierten Expertin für Nonverbale Kommunikation eigentlich aus? Ein wichtiger Bestandteil ist das Halten von Vorträgen zu sehr interessanten Themen, wie „Andere Länder-andere Gesten“ oder „Mehr Mut zum Ich“. Außerdem betreibt sie ein sogenanntes „Individuelles Coaching“ bei dem sie den Kunden Hilfestellungen für bevorstehende Vorträge oder Moderationen bietet. Ich finde diese Möglichkeit des Coachings sehr ansprechend, da es auch für Personen geeignet ist, denen es nicht möglich ist direkt vor Ort zu sein. Monika Matschnig handhabt es nämlich so, dass sie in ihrem „Ferncoaching“ ein Video der Präsentation des Kunden ansieht und ihm anschließend ein schriftliches oder telefonisches Feedback bietet, oder mit ihm darüber skypt. Und sie hält auch öffentliche und firmeninterne Seminare ab. Diese Seminare ziehen sich über zwei Tage und sind besonders für Menschen geeignet, die in ihrem Beruf sehr gefordert sind, sich positiv darstellen und gewinnbringend auftreten wollen. Man sieht also, ihre Vorträge sind (leider) mehr oder weniger „nur“ auf Geschäftsleute zugeschnitten.

Realität?

Doch kann das Coaching von Monika Matschnig wirklich etwas bei ihren Kunden bewirken? Auf diese Frage eine Antwort zu finden war mir sehr wichtig. Natürlich werden die betreffenden Personen auf ihren individuellen Homepages immer von ihrer besten Seite präsentiert und in hohen Tönen gelobt. Man will ja schließlich Kunden von sich überzeugen. Doch wie sieht die Meinung ihrer Kunden tatsächlich aus? Die interessantesten Meinungen, die ich dazu finden konnte, seht ihr jetzt:

„Der Sonntag fand einen gelungenen Abschluss durch ein Feuerwerk an lebendiger Darstellung und einem spritzigen Vortrag. Es war einfach Klasse und ließ alle Teilnehmer fröhlich Abschied nehmen nach einer tollen Tagung. Vielen Dank für den gelungenen Vortrag.“ Heidi Buck, Arcor, 30. Bundestagung 2006, Frauenselbsthilfe

„Gratulation zu dem tollen Vortrag. Ich muss gestehen, dass ich seither deutlich stärker auf die Körpersprache achte, meine eigene, aber auch die meiner Gesprächspartner.“ Karlheinz Pitter, Vereinigte Volksbank AG

„Das war das Beste seit vielen Jahren! Ein toller Power-Vortrag, von einer Power-Frau!! Herzlichen Dank!“ Rainer Hewener, Finanzmakler

Vielen Dank nochmals für Ihren hervorragenden Vortrag. Alle waren begeistert und viele der Teilnehmer werden Ihre Tipps umsetzen.“ Thomas Bertram. Regionaldirektor Kaiserslautern

„Die Resonanz bei unseren Gesellschaftern war absolut positiv – Sie haben einrucksvoll und visualisierend klar gemacht was geht und was nicht. Toller Vortrag!“ Hartmut Goldboom, hagebau, Hagebau Forum 2006

Ich muss gestehen, dass ich wirklich durchwegs nur positive Kommentare zur Arbeit von Monika Maschnig finden konnte. Wirklich keine einzige Person übte auch nur etwas Kritik aus! Doch natürlich ist es jedem selbst überlassen, wie man zum Coaching der Körpersprache steht. Vielleicht finden wir uns ja tatsächlich eines Tages in einem Seminar für Nonverbale Kommunikation wieder…

Quellen zum Nachlesen:

URL: http://matschnig.com/home/ (Stand: 14.11.15)
URL: http://www.matschnig.com/files/ProfilMonikaMatschnig.pdf (Stand: 14.11.15)
URL: http://www.memo-media.at/events/eventpersonal-25/ausbildung-204/koerpersprache-trainer-4044 (Stand: 14.11.15)

Bildquelle:

http://keficoaching.com/blog/

Geschrieben von Eva Rotheneder

LIE TO ME – LÜGEN UND KÖRPERSPRACHE

Nur eine winzig kleine Lüge, um einer brenzligen Situation zu entkommen. Oder vielleicht zwei. Mit den richtigen Worten und ohne einen Kopf wie eine Tomate zu bekommen, wird man‘s schon glauben – oder etwa nicht?

Das Lügen gehört zu unserem Alltag wie fast kein anderes Phänomen und ist dennoch eines der undurchsichtigsten. Forscher streiten seit Jahren, wie oft man pro Tag lügt, eine festgelegte Zahl gibt es keine. Der Satz des Uni-Professors Jochen Mecke von der Universität Regensburg „Jeder Mensch lügt etwa 200 Mal am Tag“ kursierte vor einigen Jahren in mehreren Zeitungen. Dieser bestreitet aber, das so gesagt zu haben und verweist auf den Psychologen Helmut Lukesch, der wiederum den US-amerikanischen Psychologen John Frazier als denjenigen angibt, von dem die Zahl 200 stammt.[1]
Andere Forscher/innen kommen jedoch zu einer viel geringeren Zahl. So ließ die amerikanische Psychologin Bella DePaulo 147 Versuchspersonen Tagebuch über die Unwahrheiten schreiben. Fazit: Durchschnittlich zwei Lügen pro Tag. Ein weiteres Experiment mit Studenten wies wiederum eine Lügenquote von 2,9 bei einem gerade einmal zehnminütigen Gespräch auf.[2]

Etwas mehr einig ist man sich aber hinsichtlich der Tatsache, wie man Lügen erkennt. „Es sind nicht die Wort, es sind die Gesten, die den Lügner entlarven.“[3]

Wir schreiben das Jahr 1998. Bill Clinton muss sich als erstes US-amerikanisches Staatsoberhaupt vor der Grand Jury verantworten. Ihm wird eine Affäre mit der jungen Praktikantin Monica Lewinsky vorgeworfen. „Clinton windet sich recht geschickt heraus, weicht auf formal juristische Pseudo-Antworten aus. Zugeben will er nichts. Psychiater, die seine Körpersprache analysieren, machen Clintons Gesten misstrauisch. 26 Mal fasst der Befragte sich an die Nase, als Staatsanwälte ihn fragen, ob er Sex mit Monica Lewinsky hatte.“[4]

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  1. Januar 1998: Bill Clinton bestreitet, sexuelle Beziehungen mit Monica Lewinsky gehabt zu haben[5]

Das An-die-Nase-fassen ist mittlerweile allseits bekannt; es gibt aber eine Reihe weiterer körpersprachlicher Indizien, die auf eine Lüge hindeuten. So meint der ehemalige FBI-Agent Joe Navarro, der über zwei Jahrzehnte Verbrecher anhand ihrer Körpersprache enttarnte, dass unser ehrlichstes Körperteil die Füße seien. Diese Theorie lässt sich in der Praxis bestätigen. Warum wohl stehen Politiker gerne hinter einem Pult und verdecken damit ihre Füße? Nervöses Trippeln während des Abgebens der Wahlversprechen würde doch unglaubwürdig wirken, oder?[6]

Auch das Blickverhalten wird als wichtiger Faktor zum Aufdecken von Lügen verwendet. Vermeidet das Gegenüber beispielsweise Blickkontakt oder blinzelt häufig, sind dies Anzeichen dafür, dass die Person versucht, etwas zu verbergen. Weitere Indizien wären häufige Kratzbewegungen an den Armen und im Gesicht, übermäßiges Befeuchten der Lippen, übertriebene Mimik, also zum Beispiel starkes Runzeln der Stirn oder ein nicht zur Situation passendes Lächeln, und zu guter Letzt ein rot anlaufendes Gesicht.[7]

Es sei jedoch gesagt, dass die genannten Merkmale Anzeichen für eine Lüge sein können, aber nicht zwingend sind. Für nonverbale „Lügensymptome“ existieren nämlich unterschiedliche Erklärungsansätze; einerseits gibt es den „Erregungsansatz“, wobei angenommen wird, dass bei einer Lüge körperliche Reaktionen zunehmen (es kommt also zu den oben genannten Verhaltensweisen); andererseits gibt es den „Kontrollansatz“; hier wird angenommen, dass Lügner versuchen, nonverbale Verhaltensweisen zu unterdrücken, um eben gerade nicht als Lügner entlarvt zu werden.[8]

Welcher Ansatz nun der wahre ist, lässt sich nicht beantworten. Wie sich eine Person verhält, während sie lügt, hängt stark von der Persönlichkeit der Person selbst ab. Wichtiger als die Frage  „Lügt er/sie oder nicht?“ beantworten zu können, ist jedoch, sich bewusst zu werden, dass alle, die behaupten, zu 100% feststellen zu können, ob jemand ein Lügner ist, wohl selbst nur Lügner sind.

Anbei einige Zitate zum Thema Lügen:

„Lügen können Kriege in Bewegung setzen, Wahrheiten hingegen können ganze Armeen aufhalten.“
Otto von Bismarck

„Wer dir sagt, er hätte noch nie gelogen, dem traue nicht, mein Sohn!“
Wilhelm Busch

„Der beste Lügner ist der, der mit den wenigsten Lügen am längsten auskommt.“
Samuel Butler

„Es gibt eben so wenig hundertprozentige Wahrheit wie hundertprozentigen Alkohol.“
Sigmund Freud

„Keines Menschen Gedächtnis ist so gut, daß er ständig erfolgreich lügen könnte.“
Abraham Lincoln

Alle genannten Zitate und weitere finden sich unter: http://www.memory-palace.de/2014/12/luegen-zitate-und-sprueche/

[1] Drösser, Christoph (2011): Verlogene Gesellschaft. URL: http://www.zeit.de/2011/16/Stimmts-Luegen (12.11.2015)

[2] Zittlau, Jörg: Die ganze Wahrheit über das Lügen. URL: http://www.welt.de/gesundheit/psychologie/article106292192/Die-ganze-Wahrheit-ueber-das-Luegen.html (12.11.2015)

[3] Brzoska, Ina (2012): Lügen haben lange Nasen. Gesicht und Gesten verraten alles. URL: http://www.n-tv.de/wissen/Gesicht-und-Gesten-verraten-alles-article7262441.html (12.11.2015)

[4] Brzoska, Ina: a.a.O

[5] Brzoska, Ina: a.a.O

[6] Vgl. Brzoska, Ina: a.a.O

[7] Vgl. L., Dennis (2012): Lügner entlarven. Anhand der Körpersprache Lügen erkennen. URL: http://www.forschung-und-wissen.de/magazin/mensch-gesellschaft/anhand-der-koerpersprache-luegen-erkennen-13371694 (12.11.2015)

[8] Ludewig, Revital/Tavor, Daphna/Baumer, Sonja: Zwischen Wahrheit und Lüge, in: Justice – Justiz – Giustizia (2012/2), S.7

Geschrieben von Laura Graf

Manipulation und Irreführung durch Körpersprache

Es ist bekannt dass Körpersprache einen großen Teil unserer Kommunikation ausmacht. Ganz je nachdem wie wir uns dem gegenüber präsentieren, wirken wir auch auf ihn. Jeder von uns spricht mit seinen Händen während er mit einer anderen Person verbal spricht, dass macht der Mensch unterbewusst und ist dazu da, um das Gesagte zu untermalen und um deutlicher zu zeigen was gemeint ist.

Körpersprache ist aber nicht nur dass was mit den Händen während des Gespräches ge­macht wird, nein es ist ein Gesamtpaket aus mehreren Faktoren. Zu diesen Faktoren gehö­ren die bereits erwähnten Hände, die Bewegungen die wir mit dem Gesicht ausdrücken so­wie die Stimmlage in der wir sprechen. Kurz also: Gestik, Mimik, Stimmlage. Und dieses Ge­samtpaket entscheidet wie uns das Gegenüber wahrnimmt, ob wir ihm sympathisch oder unsympathisch sind, ob er uns vertraut oder nicht oder ob er zu einem aufsieht oder auf ei­nen herab. Wichtige Sache also oder?

Viele werden sich jetzt denken: „ist doch klar aber was soll ich jetzt mit den Infos?“. Nun ja es ist so, dass die Körpersprache bei den meisten Menschen vom Unterbewusstsein gesteuert wird. Jedoch kann man sie auch kontrollieren und lernen wie man sie perfektioniert. Und jemand der seine Körpersprache im Griff hat und weiß was er tut, kann andere Menschen besser von sich selbst beziehungsweise von einem Produkt überzeugen.

Ein sehr gutes Beispiel sind Politiker und Promis, sie haben eigene Coaches die ihnen bei­bringen wie sie sich bewegen und wie sie ihren Körper einsetzen. Bei großen Ansprachen von Politikern wie Barack Obama, die gehalten werden um die Masse zu begeistern, kann man gut beobachten was für Mittel hier eingesetzt werden. Seine Stimmlage ist tief, er be­nutzt emotionale Sätze und bringt diese besser zur Geltung in dem er kleine Pausen zwi­schen diesen macht. Durch das verfällt das Publikum sozusagen in Ektase und jubelt ihm zu.

Auch Verkäufer und Promotoren wenden diese Fähigkeiten an, sie kontrollieren während dem Gespräch ihre Stimmlage und ahmen das Gegenüber teilweise nach. Ein Beispiel dazu: Wenn ein Verkaufsgespräch an der Türe stattfindet versucht der Verkäufer sympathischer auf die andere Person zu wirken, indem gewisse Bewegungen nachgeahmt werden, lehnt sich der „potenzielle Käufer“ am Türstock an, ahmt der Verkäufer dies nach. Im Unterbe­wusstsein der anderen Person wirkt das sympathisch und die Person tendiert eher dazu dem Verkäufer zu glauben. Dass das funktioniert ist wissenschaftlich bewiesen.

Es gibt aber noch andere Tricks die Politiker, Promis, Verkäufer und Promotoren anwenden um das Publikum sozusagen zu manipulieren. Personen die unter Stress stehen sind leichter zu überreden etwas zu kaufen Setzt man die Person also unter Druck beziehungsweise un­ter Stress mit bestimmten Fragen oder mit zeitlichem Druck, sind sie leichter zu überzeugen. Ein weiterer Trick ist es Kompromisse zu finden, zum Beispiel beim Preis. Der Verkäufer setzt den Preis also zu Beginn höher an um das gegenüber im ersten Zug zu schockieren, im zweiten Zug geht er mit dem Preis etwas hinunter um seinen „guten Willen“ und „Ver­ständnis“ zu zeigen. Somit wirkt der Verkäufer wieder ein bisschen sympathischer und menschlicher, was den Dialogpartner eher dazu bringt das Produkt zu kaufen.

Auch im freundschaftlichen Bereich kann man bestimmte Techniken anwenden. Wenn man sich zum Beispiel mit einem Freund verabreden möchte und fragt: „Magst du heute etwas mit mir unternehmen?“, dann hat das gegenüber eher die Möglichkeit nein zu sagen. Formuliert man jedoch die Frage etwas anders und fragt: „Magst du heute etwas trinken gehen oder lieber ins Kino?“ Dann ist das Gegenüber vor die Wahl gestellt und tendiert weniger dazu abzusagen.

Es gibt noch jede Menge andere Tipps und Tricks die man lernen beziehungsweise anwen­den kann, jedoch muss man sich auch darüber bewusst sein, wer seine Freunde manipuliert, kann auch leicht seine Freunde verlieren. Im Endeffekt muss jeder Mensch für sich selbst entscheiden inwieweit Manipulation anderer Menschen in Ordnung ist. Dieser Artikel soll euch nur zeigen, dass es diese Techniken gibt und dass sie sehr wohl angewendet werden. Und wer weiß welche Techniken das sind, ihre Wirkung kennt und weiß wie sie funktionieren, tut sich auch leichter darin bestimmte Absichten zu durchschauen.

Geschrieben von Max Herk

Bildquelle:

http://www.preaching.org/manipulation/

Bemerkenswert

Körpersprache der Politiker in den Medien

Warum versuchen Menschen ihre Wahrnehmung in der Öffentlichkeit zu kontrollieren? Wenn Politiker unter Druck stehen, hören wir ihnen nicht nur zu, sondern achten auch auf ihre Körpersprache, die mehr über die Person verrät als ihre Worte.

Warum ist das alles von Bedeutung?

Wie ein Politiker oder ein Prominenter aussieht bzw. sich verhält, bleibt normalerweise viel häufiger in der Erinnerung als die Details seiner bzw. ihrer Äußerungen. Das menschliche Gehirn hat verarbeitet leichter visuelle, als verbale Informationen.

Dank visueller Mittel entsteht aber eine zusätzliche „Autobahn“ — mit ihrer Hilfe können Sie viel effizienter kommunizieren.

Politische Psychologie

Die meisten Politiker verstehen die große Bedeutung der Körpersprache. Sie heuern Berater an, die ihnen zeigen, wie sie ihre Stärke zum Ausdruck bringen, ob beim Händeschütteln die Oberhand zu gewinnen oder ihre Aussagen durch die richtigen Gesten zu unterstützen. Die meisten Menschen wissen beispielsweise nicht, dass die Person, die als letzte durch die Tür geht, als der Chef gilt. Das richtige Schauspiel beginnt erstt dann, wenn viele Spitzenpolitiker, die im Umgang mit Körpersprache geschult sinf, zusammenkommen: Für sie ist das Gruppenfoto die beste Möglichkeit, ihre Macht unter Beweis zu stellen. Sie alle versuchen, möglichst rechts zu stehen, denn dann können sie mit ihrer rechten Hand vor der Kamera winken und mit dem linken Arm eine danebenstehende Person umarmen. Deshalb wird bei den Fotosessions gerne hin- und hergeschoben: Alle Staats- und Regierungschefs wollen den perfekten Platz, denn wenn es zu den „Shakehands“ kommt, sind sie immer „einsatzbereit“, um die dominierende Position, die Oberhand einzunehmen.

Emotionen, die wir suchen

Äußerungen, die weniger als eine Sekunde dauern, sagen uns, wie unser Gegenüber die Situation wirklich sieht. Schnelle und raffinierte Bewegungen der Gesichtsmuskeln erfolgen selbst dann, wenn der Gesprächspartner souverän und selbstsicher ist. Seine Mimik zeigt, wie er die Situation unmittelbar bewertet, besonders ausschlaggebend sind dabei seine Augen und sein Mund.

Wenn Sie sich beim Anblick dieser oder jener Politiker intuitiv unsicher fühlen oder Probleme haben ihm zu glauben, dann werden Sie wahrscheinlich im Unterbewusstsein auf minimale Gesichtsregungen achten. Diese sind äußerst wichtig für die Einschätzung des Beobachters.

Es ist immer interessant Politiker zu beobachten denn obwohl sie in Körpersprache geschult sind, verraten sie sich oft wenn sie nicht die ganze Wahrheit sagen. Am besten geht das bei der Analyse von Fotos oder Berichterstattungen in Zeitlupe.

Ärger: Die Lippen sind zusammengepresst, die Mundwinkel bleiben gerade oder sind nach unten gesenkt. Die Augenbrauen liegen schräg Richtung Stirnmitte. Die Augen sind weit geöffnet.

Ärger

Abbildung 1: Der britische Premier David Cameron und die frühere US-Außenministerin Condoleezza Rice

Freude: Die Mundwinkel sind gehoben, genauso wie die Wangen. In den Augenwinkeln bilden sich Falten.

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Abbildung 2: US-Präsident Barack Obama, Russlands Präsident Wladimir Putin

 

Verachtung: Die Lippen sind auf einer Seite gehoben, der Kopf ist etwas zurückgelehnt.

Verachtung

Abbildung 3: Der frühere britische Premier Tony Blair und der jetzige Regierungschef David Cameron

 

Puppentheater

Politiker haben meist ihre Lieblingsgesten und verstehen etwas von deren Handhabung, diese unterstreichen ist Aussagen und hypnotisieren die Zuschauer, damit sie sich wohl fühlen und ihnen vertrauen.

Die Baseballspieler-Geste – Damit wird Durchsetzungskraft, Autorität, Zuversicht und Stärke zum Ausdruck gebracht.

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Abbildung 4: Der frühere EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso und IWF-Präsidentin Christine Lagarde

 

Gehobener Kirchturm – In dieser Position befinden sich die Hände, wenn man seine Meinung äußert.

Gesenkter Kirchturm – In dieser Position befinden sich die Hände, wenn man eher zuhört als selbst spricht.

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Abbildung 5: Russlands Ministerpräsident Dmitri Medwedew und Präsident Wladimir Putin

 

Feigenblatt – Die Hände sind über dem Genitalbereich gekreuzt. Das ist eine der bekanntesten „geschlossenen“ Gesten, die Unsicherheit und ein geringes Wohlgefühl zeigt.

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Abbildung 6: Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, Russlands Präsident Wladimir Putin und seine argentinische Amtskollegin Cristina Kirchner

 

Kinnreiben – Das kann eine Geste sein, die Selbstbewunderung symbolisiert und anderen sagt: „Seht mich an — ich bin bekannt!“ Zudem kann sie bedeuten, dass man etwas bewertet und eine Entscheidung treffen muss.

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Abbildung 7: Der britische Premier David Cameron und Italiens Ex-Premier Romano Prodi

 

Klassiker

Das O.k-Zeichen: Es vermittelt die Botschaft „Alles in Ordnung“ und soll das Gesagte positiv unterstützen.

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Abbildung 8: Kanzlerin Angela Merkel macht das O.k.-Zeichen.

 

Die Faust: Ein Klassiker, der Entschlossenheit vermitteln soll, oft aber auch Aggression signalisiert.

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Abbildung 9: Die Faust.

 

Geschrieben von Katharina Schmidinger

 

Quellen:

http://de.sputniknews.com/kommentare/20141224/300264977.html